Descargar 1.86 Mb.


Página6/318
Fecha de conversión16.04.2018
Tamaño1.86 Mb.

Descargar 1.86 Mb.

Stand der Forschungen mit menschlichen embryonalen Stammzellen


1   2   3   4   5   6   7   8   9   ...   318
2.2 Stand der Forschungen mit menschlichen embryonalen Stammzellen

Embryonale Stammzellen werden aus Blastozysten gewonnen, bei denen sie die innere Masse der Zellkugel bilden. In Kultur sind sie nahezu unbegrenzt vermehrbar. Nachdem diese Zellen schon viele Jahre aus Mäusen bekannt waren und untersucht wurden, konnten sie 1998 erstmals auch aus humanen Blastozysten isoliert und kultiviert werden.

Humane embryonale Stammzellen (hESZ) konnten unter den In-vitro-Bedingungen der Zellkultur, abhängig von den Wachstumsbedingungen und den Zusätzen (Zytokine, Hormone etc.), in neurale Zellen, Insulin produzierende Zellen, Knorpel-, Knochen-, Herzmuskel-, Blut-, Endothel- und Leberzellen – also in eine Vielzahl klinisch relevanter Zelltypen – differenziert werden.

Zur erforderlichen Überprüfung der Funktionalität dieser aus hESZ generierten Zelltypen wurden sie in immundefiziente Mäuse, Mausmodelle von klinisch relevanten Krankheiten des Menschen, transplantiert. In vivo trugen die transplantierten humanen Zellen dort unter anderem zur Bildung von Nerven und Blutgefäßen bei. Transplantationen von hESZ in Hühnerembryonen zeigten ebenfalls die Eigenschaft dieser Zellen, sich an der Bildung verschiedener Gewebe zu beteiligen.

Die Kultivierung von hESZ ist technisch nicht einfach, da man die Faktoren noch nicht kennt, die für das Wachstum im undifferenzierten Zustand verantwortlich sind, weshalb sie häufig spontan und ungerichtet differenzieren. Auch wenn die experimentellen Bedingungen auf eine gerichtete Differenzierung abzielen, sind neben dem gewünschten Zelltyp immer auch andere Zellen vorhanden. Um diese unerwünschten „Nebenprodukte“ zu vermeiden, wird (zunächst an Maus-ESZ) versucht, eine möglichst umfassende selektive und gerichtete Differenzierung durch die gezielte Expression von spezifischen Entwicklungskontrollgenen (z. B. Transkriptionsfaktoren) oder Signalmolekülen (z. B. Faktor Wnt zur neuronalen Differenzierung) zu erreichen. Auch dürfen zukünftige Transplantate für den klinischen Einsatz keine undifferenzierten hESZ mehr enthalten, da diese die Gefahr der Tumorbildung in sich bergen. Nicht zuletzt besteht die Gefahr der Kontamination dieser Zellen mit tierischen Viren (siehe auch Abschnitt 2.4). Entsprechend gibt es noch keinen Bericht über die erfolgte Transplantation von hESZ oder abgeleiteter Zelltypen in Menschen (zum Grad der Immuntoleranz siehe Abschnitt 2.4).


1   2   3   4   5   6   7   8   9   ...   318

Similar:

Células Estaminais iconCoordinación Evau 2016-2017 (Tomado del Blog de Aurora Golderos)
Poliadelfos (πολυάδελφος). Estambres de una flor soldados entre sí. Adelfogamia (ἀδελφογαμία). Unión de células vegetativas; apareamiento...

Página principal
Contactos

    Página principal



Stand der Forschungen mit menschlichen embryonalen Stammzellen

Descargar 1.86 Mb.